REWE Group erweitert Qualitätssicherung
“Der deutsche Handel steht vor einem tief greifenden Paradigmenwechsel, weg vom reinen Preiswettbewerb, hin zum Qualitäts- und Konzeptwettbewerb“, sagte Manfred Esser, zuständig im Vorstand der REWE Group für Strategischen Einkauf und Qualitätssicherung, auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin. So achten gemäß einer aktuellen Umfrage 95 Prozent der Konsumenten beim Kauf von Lebensmitteln in erster Linie auf die Qualität. „Sie wollen gesunde, vertrauenswürdige Ware mit nachvollziehbarer Herkunft. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wird mittlerweile als Basisleistung begriffen.“
Kontrolle mit Brief und Siegel
Nachdem sich die REWE Group seit Jahren für durchgängige Qualitätskontrollen vom Anbau bis zur Ladentheke einsetzt, hat der zweitgrößte deutsche Lebensmittelhändler kürzlich eine noch umfangreichere Qualitätssicherung eingeführt. Dabei vertraut er auf das QS-System der unabhängigen „Qualität und Sicherheit GmbH“ (siehe auch www.q-s.info). Nur Erzeugnisse, welche den strengen Anforderungen des Instituts in allen Produktionsstufen entsprechen, werden mit dem QS-Siegel ausgezeichnet. „Auf dieses Zeichen kann sich der Verbraucher verlassen. Unsere Prüfungen beginnen bei der Tiernahrung und führen bis zur Ladentheke. Allein im Schlachtbetrieb haben wir über 170 Kontrollpunkte“, erklärte Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS GmbH, heute auf dem ErlebnisBauernhof.
Vorreiter beim QS-System
Die enge Zusammenarbeit der REWE Group mit der QS GmbH ist in der Branche beispielhaft. Bereits 2002 startete sie in Deutschland mit QS-Kontrollen bei Fleisch und Geflügel. Und als erster Lebensmittelhändler bietet sie hierzulande seit 2006 Obst und Gemüse an, welches den strengen QS-Richtlinien entspricht. „Über unsere außergewöhnlich hohe Qualität heben wir uns deutlich vom Wettbewerb ab“, meinte Esser.
Zudem stellt das Unternehmen seit Mitte 2007 eigene, erhöhte Anforderungen, die den Verbrauchern zusätzliche Sicherheit gewähren. Bei Obst und Gemüse beispielsweise fordert es von seinen Lieferanten den Einsatz von 30 Prozent weniger Pflanzenschutzmitteln, als die gesetzliche Höchstgrenze vorschreibt. Dies wird durch regelmäßige, systematische und unabhängige Kontrollen überprüft. „Zusätzlich veranlassen wir unangekündigte Testkäufe in unseren Häusern“, erklärte der REWE Group-Vorstand gegenüber dem Parlamentarischen Staatssekretär für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher, Gerd Müller.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Politiker von dem visionären Bio-Gewächshaus auf dem Stand der Unternehmensgruppe. Hier demonstrierte der Lebensmittelhändler wie der Obst- und Gemüseanbau der Zukunft aussieht – nach strengen ökologischen Kriterien, versteht sich. „Das ist perfekt“, so der Kommentar Müllers.
Hohe Messlatte für Zutaten
Vor allem bei seinen Eigenmarken und -importen legt der Konzern die Messlatte besonders hoch. Manfred Esser: „Wir bestimmen nicht nur die Rezeptur, sondern oftmals auch den Verzicht auf Zusätze wie Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel oder Farbstoffe.“ Ergänzend dazu werden die wesentlichen Bestandteile eines Produkts wie der Nussanteil im Müsli oder der maximale Fettgehalt einer Salami definiert.
Selbstverständlich achtet man auch auf strenge Einhaltung gesetzlicher Richtlinien wie die durchgängige Rückverfolgung von Lebens- und Futtermitteln. Wenn es sein muss, bis zum Acker von dem die Ware stammt. Ebenso wichtig sind die Hygieneanforderungen nach dem HACCP-Konzept (Hazard Analysis Critical Control Point). Sie verpflichtet Hersteller, Zulieferer und Handel zur akribischen Lebensmittelhygiene: Kühltemperatur, Zustand der Verpackung und Mindesthaltbarkeit der Produkte müssen regelmäßig überprüft und festgehalten werden.
Immer frisch – dank modernster Technik
Ein äußerst großes Augenmerk legt die REWE Group auf die optimale Temperatur der Ware. „Wir begreifen sie als Dreh- und Angelpunkt einer beständigen Produktqualität. Daher setzen wir auf eine neuartige, zum Patent angemeldete Messtechnik“, erklärte Esser. Ihre Besonderheit: Die Messfühler sind mit Solarzellen und eigenen Energiespeichern ausgestattet. Sie arbeiten batterielos und unabhängig vom Stromnetz – bei Bedarf sogar mehrere Tage in völliger Dunkelheit. Dank integrierter Funksensoren lassen sich die Fühler kabellos unmittelbar in Produktnähe platzieren. Über ein W-LAN-System senden sie dann die ermittelte Temperatur direkt an einen zentralen Rechner, der die Kälte entsprechend der eingegangenen Daten reguliert. Hackfleisch beispielsweise muss bei + 2 °C, Geflügel bei + 4 °C lagern. Zugleich dokumentiert die Software die Einhaltung der Kühlkette.
Millionen freiwillige Qualitätsbeauftragte
Bei allen Regeln und Vorgaben bleibt die Frage: Was wünscht der Konsument wirklich? Entsprechen die Produkte seinen Erwartungen? Oder sind sie verbesserungswürdig? „Neben Kontrolleuren und Sachverständigen haben wir täglich Millionen freiwillige Qualitätsbeauftragte: Unsere Kunden“, so Esser. „Ihr Feedback hilft uns, mögliche Schwachstellen aufzuspüren.“
Für Rückfragen: REWE Group-Unternehmenskommunikation
IGW-Büro: Tel.: 030-303884016
Kölner-Büro: Tel.: 0221-149-1050, Fax: 0221-138898,
E-Mail: presse@rewe-group.com
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