Hintergrund zu Best Alliance
REWE Group startet in Spanien und Italien Pilotprojekt zum Vertragsanbau -
Hohe Anforderungen und Qualitätskontrollen bereits vor Ort
Eine „Allianz der Besten“ – das ist das Ziel von Best Alliance: Einem Vertragsanbau-Konzept, bei dem die REWE Group vom Acker bis zur Ladentheke jeden einzelnen
Produktionsschritt mitbestimmt und zugleich neue Maßstäbe in Sachen Qualität und
Nachhaltigkeit setzt. Doch wer verbirgt sich hinter dieser Allianz? Und was bewirkt
sie?
Erdbeeren, Paprika und Trauben haben einen festen Platz auf unserem Speiseplan.
Leider lieben auch viele Schädlinge das schmackhafte Obst und Gemüse, was in der
Vergangenheit immer wieder zu erhöhtem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln führte.
Die REWE Group verschärfte daraufhin die Qualitätsanforderungen an ihre
Lieferanten sowie die Kontrollen dieser ‚kritischen Kulturen’.
Für ganzheitliche Konzepte
Basis des Pilotprojekts ist die Umsetzung der „guten landwirtschaftlichen Praxis“,
deren Anforderungsprofil deutlich über das herkömmlicher Produktionsweisen hinaus
geht. Fixiert wurde es in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Landwirtschaft,
Importeuren, Herstellern von Pflanzenschutzmitteln und landwirtschaftlichen Beratern, zu denen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) wie der WWF gehören.
„Im Fokus von Best Alliance stehen umweltfreundlicher Anbau, Lebensmittelsicherheit
sowie zunehmend auch soziale Mindeststandards“, erläutert Manfred Esser, Vorstand
Strategischer Einkauf der REWE Group. „Dabei übernehmen wir bereits auf dem Feld oder im Gewächshaus Verantwortung für die gesamte Produktionskette: Wir kennen
jeden Landwirt, haben jeden Acker, jedes Feld vor Ort ausgesucht und die
Anbauverfahren exakt festgelegt“, so Esser.
Für ideale Anbaubedingungen
Best Alliance-Produkte werden nur von ausgewählten Landwirten angebaut. Im Falle
der Best Alliance-Paprika sind dies GLOBALGAP-zertifizierte* Landwirte, zusammengefasst in fünf Kooperativen. Im Rahmen des Projekts werden Paprika und
Erdbeeren derzeit ausschließlich in Spanien kultiviert. Weintrauben hingegen in
Italien, Brasilien und Argentinien.
Hinsichtlich der zu verwendenden Pflanzenschutzmittel macht die REWE Group sehr
enge Vorgaben. Chemische Mittel dürfen lediglich bei akutem Bedarf wie starkem
Pilzbefall eingesetzt werden. In solchen Fällen gibt es eine Art „Positivliste“ der
Pflanzenschutzmittel, die eingesetzt werden dürfen.
„So erreichen wir, dass nur Mittel eingesetzt werden, die wir hinsichtlich der
Zusammensetzung und Wirkung genau kennen“, erläutert Esser. Die Vorgaben sind
streng: Jeder Best Alliance-Landwirt muss die gesetzlichen Pflanzenschutz-Grenzwerte um mindestens 30 Prozent unterschreiten.
Die Qualitätssicherungsexperten der REWE Group beauftragen regelmäßig
renommierte, unabhängige Prüfinstitute, um die Einhaltung der Vorgaben bereits im
Erzeugerland zu kontrollieren. Erst danach erfolgt die Freigabe der Ware im
Ursprungsland. Überschreitet ein Erzeuger oder Lieferant die Grenzwerte, so wird die
Ware zunächst bis zur Klärung der Ursache gesperrt. Schwere Verstöße haben eine
sofortige Auslistung oder den Ausschluss aus der Allianz zufolge. Ergänzend gibt es
in Deutschland weitere Kontrollen zum Beispiel durch die QS-Abteilung der REWE
Group.
Unsere Verantwortung: Heute und Morgen
Best Alliance steht am Anfang. Erklärtes Ziel der REWE Group ist es, den
beschrittenen Weg kontinuierlich fortzuführen: Unter anderem durch den Anbau
weiterer Kulturen wie Salate in Spanien oder Tomaten und Papayas in Übersee.
Entsprechende Vorbereitungen für Pilotprojekte haben bereits begonnen.
Mittelfristig ergänzt die REWE Group die Produktionsstandards um ökologische und
soziale Komponenten. Beim Erdbeeranbau beispielsweise verbrauchen die Bauern
viel Wasser. Ein Problem, von dem vor allem Naturschutzgebiete wie die Coto
Donana in Spanien betroffen sind. Dort senken illegal gebohrte Brunnen den
Grundwasserspiegel, was den Lebensraum zahlreicher Pflanzen- und Tierarten
bedroht. Hier sollen beim Erdbeeranbau mittelfristig wassersparende
Bewässerungstechniken eingesetzt und Schutzgebiete renaturiert werden. Die REWE
Group arbeitet hier eng mit dem World Wide Fund For Nature (WWF) zusammen.
Beim Paprikaanbau wiederum sind häufig illegale Landarbeiter aus Schwarz- und
Nordafrika beschäftigt. Auch hier sucht die REWE Group daher nach Lösungen. Ein
Ansatz ist die Unterstützung von SOS-Kinderdörfern weltweit im Senegal. Damit wird
den Kindern und Jugendlichen durch Schule und Ausbildung eine Zukunft im eigenen
Land ermöglicht.
„Natürlich werden wir die Welt nicht von Heute auf Morgen in ein Paradies verwandeln. Wenn wir jedoch die Chance haben, sie durch einen aktiven Beitrag ein
kleines bisschen zu verbessern, ergreifen wir sie gerne“, resümiert Manfred Esser. „Dafür benötigen wir bestmögliche, starke Allianzen.“
*GAP steht für Good Agricultural Practice (siehe auch www.globalgap.org)
**QS steht für Qualitätssicherung nach dem QS-System (siehe auch www.q-s.info)
Für Rückfragen: REWE Group-Unternehmenskommunikation
IGW-Büro: Tel.: 030-303884016
Kölner-Büro: Tel.: 0221-149-1050, Fax: 0221-138898,
E-Mail: presse@rewe-group.com
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